Was ist Brainspotting?

Brainspotting ist eine erstaunlich wirksame Therapieform für die Behandlung von Traumata, und um die Leistung zu verbessern. Brainspotting kann bestehende Therapieformen ergänzen, oder alleine angewendet werden.

Es gibt immer mehr Anerkennung aus der therapeutischen und medizinischen Welt für die Tatsache, dass sämtliche Lebensereignisse, die körperliche und emotionelle Schäden verursachen, zum Trauma werden können. Wird ein Mensch von Schmerz überwältigt, fühlt sich hilflos oder gefangen, speichern Körper und Geist dieses Trauma und vergessen es nicht.

Was ist Brainspotting?

Obwohl derzeit sämtliche wissenschaftlichen Forschungen in Bezug auf die Wirkung von Brainspotting auf das Gehirn und den Körper durchgeführt werden, können wir die nachfolgende Definition von Brainspotting verwenden: Brainspotting ist eine starke, fokussierte, Körper-orientierte Methode zur Traumabewältigung, die die Verarbeitung von akuten und alten Belastungen ermöglicht. Die Brainspotting-Methode geht davon aus, dass therapeutische, psychologische und emotionale Empfindungen mit spezifizierten Augenpositionen korrespondieren. Diese Augenpositionen können zielgerichtet aktiviert und damit tiefsitzende, unverarbeitete, teilweise verborgene Erfahrungen auf ihre Ursache komplett verarbeitet werden. Ziel der Brainspotting-Methode ist es, blockierte Erregungen im Gehirn und im Körper vollständig abzubauen. Der menschliche Organismus ist ein selbstregulierendes System. Das Gehirn beobachtet, reguliert und heilt sich selbst. Das Brainspotting-Modell unterstützt die therapeutische Beziehung und Vorgehensweise und lässt sich sehr leicht und einfach in andere therapeutische Vorgehensweisen integrieren.

Wie funktioniert Brainspotting?

Brainspotting ist eine Behandlung die darauf basiert Augenpositionen zu lokalisieren, die mit traumatischen/unverarbeiteten, belastenden Lebensereignissen verknüpft sind. Jede bedeutende Lebenserfahrung weist im Körper und im emotionellen Gehirn eine korrespondierende Verbindung auf. Wenn ein Klient /eine Klientin mittels der Augen einen sogenannten Brainspot gefunden hat, beginnt zur gleichen Zeit in bestimmten Gehirnarealen (wie zum Beispiel in der Amygdala, im Hippocampus oder im orbitofrontalen Cortex) eine unmittelbare Verarbeitung derjenigen belastenden Inhalte, die ausschließlich im Unterbewussten des Menschen ablaufen, und führt zu einer vollständigen Auflösung der Belastung.

Wie wirkt Brainspotting?

Brainspotting bedient sich dieses natürlichen Phänomens, indem bestimmte Augenpositionen mithilfe eines Zeigestabes, der auf die Augen des Klienten/der Klientin gerichtet wir, exakt festgestellt werden. Die Behandlung zielt darauf ab den Brainspot zu aktivieren, zu lokalisieren und durch zu prozessieren. Die Belastung, die bei der Beschreibung des Themas, an dem der Klient/die Klientin arbeiten möchte, wahrgenommen wird, wird aktiviert, im Körper registriert und durchprozessiert.

Für wen ist Brainspotting geeignet?

Brainspotting ist eine Methode zur Heilung von Traumata und anderen unverarbeiteten Lebensereignisse. Es kann eine ergänzende Behandlung in der Vorgehensweise von Psychotherapeuten und Medizinern sein. Auch Coache und Supervisoren verwenden die Brainspotting-Methode. Bei Körper-orientierten Therapien wie Akupunktur, Haptonomie, Biofeedback und Chirotherapie kann die Brainspotting-Methode ebenfalls angewendet werden. Kurz gesagt ist Brainspotting eine Methode, die sich einfach integrieren lässt. Brainspotting wurde 2003 von Dr. David Grand zufällig entdeckt, der seitdem, zusammen mit seiner Kollegin Lisa Schwartz, mehr als 4000 Therapeuten weltweit ausgebildet hat.